Projektbeschreibung

Das Projekt H2Rhein-Neckar hat das Ziel einen klimafreundlichen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), durch den Einsatz des Energieträgers Wasserstoff, zu stärken. Dazu werden die bisher eingesetzten städtischen Dieselbusse in Mannheim und Heidelberg durch emissionsfreie Brennstoffzellen-Range-Extender-Gelenkbusse ersetzt. Der Wechsel betrifft die gesamte städtische Busflotte, was bisher in Deutschland einmalig ist.

Emissionsfreier ÖPNV

Für den Betrieb der neuen Busflotte werden neue Wasserstofftankstellen errichtet sowie die Ladeinfrastruktur ausgebaut, das Personal neu geschult und die Werkstatt auf die alternativen Antriebe neu ausgerichtet. Für die Umstellung auf die neuen Busse, errichtet die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) dazu einen neuen Busbetriebshof für alternative Antriebe, um den klimafreundlichen ÖPNV nachhaltig zu integrieren.

Es ergeben sich dabei auch wichtige Synergieeffekte für das parallellaufende Projekt H2Rhein-Neckar. So kann die Bereitstellung von Wasserstoff als Energieträger und die Betankung von neuen Brennstoffzellen-Fahrzeugen gemeinsam koordiniert werden.

Gestartet im September 2020 hat die e-mobil BW  für das vom Land geförderte Projekt H2Rhein-Neckar die Konsortialführung für die vier Projektpartner rnv GmbH, H2Mobility, KIT ITIV und MISES Institut übernommen. Die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH ist Assoziierter Partner und die Umsetzung erfolgt durch den Projektträger Karlsruhe.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg fördert das Projekt mit 16,55 Mio. € aus Mitteln des Strategiedialogs Baden-Württemberg (SDA BW). Im SDA BW ist H2Rhein-Neckar ein strategisch wichtiges Projekt, das viele regionale Partner einbindet, um langfristig der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie zur Marktreife zu verhelfen. 

Das Foto des „Demonstrator-Modells“ zeigt den neuen Busbetriebshof in Heidelberg, der für die Busse mit alternativem Antrieb und deren Infrastruktur errichtet wird. (c) e-mobil BW/ KD Busch

Flottenumstellung auf alternative Antriebe

Die Konzepterstellung des Projekts soll weiteren Kommunen dabei helfen eine Flottenumstellung und eine Umstellung auf alternative Antriebe ihres Busfuhrparks zu planen. Das Praxisprojekt H2Rhein-Neckar zeigt Chancen, wie der ÖPNV emissionsfrei umgestellt wird und wie mit Herausforderungen eines Flottenumbaus begegnet werden kann. 

Projektbegleitende Forschung

Eine wissenschaftliche Begleitforschung greift Fragen zu den technischen und ökonomischen Herausforderungen im Projekt auf: Welche Auswirkungen hat der Antriebswechsel für den Betrieb der städtischen Busflotte? Und welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat die Umstellung?  Diese und weitere Aspekte des umzusetzenden Transformationsprozesses werden untersucht und zielgruppengerecht aufbereitet. Alle neuen Erkenntnisse werden dann in einem Transferprozess an verschiedene Zielgruppen, darunter bspw. andere Kommunen oder Busbetreiber, weitergegeben. Die Ergebnisse sollen über die Grenzen der Rhein-Neckar-Region hinaus zu einer emissionsfreien Mobilität beitragen.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Begleitforschung.