Wasserstoff-Lkw für die Straßenmeisterei Esslingen

Das Ziel: eine emissionsfreie Straßenmeisterei. Das Straßenbauamt des Landkreises Esslingen hat im Oktober 2022 einen ersten Lastkraftwagen (Lkw) mit Brennstoffzellen-Antrieb in die Flotte eingegliedert, weitere Wasserstoff-Fahrzeuge sollen folgen.

Zum Einsatz kommt das neue Wasserstoff-Fahrzeug im Straßenunterhaltungsdienst des Landkreises Esslingen. Foto: (c) Landkreis Esslingen

Das neue Fahrzeug mit Brennstoffzellen-Antrieb ist Teil des Wasserstoff-Demonstrationsprojekts H2Rivers. Für das Teilprojekt Emissionsfreie Straßenmeisterei (LKES²) kooperiert der Landkreis mit dem Institut für nachhaltige Energietechnik und Mobilität (INEM) an der Hochschule Esslingen und Partnern aus der regionalen Wirtschaft. Rund eine halbe Million Euro Förderung fließen in dieses Teilprojekt. Am 19. Oktober 2022 wurde mit Verkehrsminister Winfried Hermann und den Landräten Heinz Eininger und Edgar Wolf in der Straßenmeisteri Kirchheim unter Teck der erste Lastkraftwagen mit Brennstoffzellen-Antrieb für die Straßenmeisterei Esslingen in Betrieb genommen.


Hohe Reichweite durch Brennstoffzelle

Im Alltag wird dem Fahrzeug ein hoher Energieeinsatz abverlangt. Daher kommen batterieelektrische Antriebe aktuell noch an ihre Grenzen. Durch die Ergänzung mit einer Brennstoffzelle und einem Wasserstofftank erhält der neue Lastkraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 4,6 Tonnen eine Reichweite von rund 500 Kilometern, zudem ist er vergleichsweise sehr robust. Dadurch kann das Fahrzeug auch das klassische Nutzungsspektrum eines Fahrzeugs im kommunalen Bauhof abdecken. Hersteller ist das Unternehmen Elektrofahrzeuge Stuttgart (EFA-S GmbH). Mit Sitz in Zell unter Aichelberg im Landkreis Göppingen.

Zum Einsatz kommt das Fahrzeug im Straßenunterhaltungsdienst, im Besonderen in der Straßenmarkierungskolonne. Sobald sich das Pilotfahrzeug in der Praxis bewährt, wird es weitere reguläre Ersatzbeschaffungen ersetzen können. Betankt wird der Lastkraftwagen an bestehenden 700 bar Wasserstoff-Tankstellen in Wendlingen am Neckar und am Flughafen Stuttgart.

 

Die ausführliche Pressemitteilung des Landkreises Esslingen finden Sie hier.

Quelle: Landkreis Esslingen